Finanzkrise als Chance für Start-ups
Kevin Rose, der Gründer der News-Ranking-Plattform Digg.com, sieht die Finanzkrise als Chance für Internet-Start-ups.
Rose analysierte am Freitag auf der Web-2.0-Konferenz in San Francisco die aktuelle Wirtschaftslage und deren Auswirkung auf Unternehmensgründer. Seiner Meinung nach ist das derzeitige Klima gar nicht so schlecht für Internet-Start-ups.
Zwar sei es derzeit schwieriger, an Kapital zu kommen, was aber auch bedeute, dass man gegen weniger Konkurrenz antrete und es dadurch leichter werde, auf sich aufmerksam zu machen.
Laut Rose haben auch Portale wie Digg, Facebook und Flickr 2004 zu schwierigen Zeiten gestartet. Dennoch habe man in den ersten sechs bis acht Monaten kaum Konkurrenz gehabt und sich so eine starke Nutzerbasis aufbauen können.
Notwendige Marktbereinigung
Die Finanzkrise führt nach Ansicht des Internet-"Gurus" Tim O'Reilly zu einer längst notwendigen Marktbereinigung im Web-2.0-Sektor.
Kosten sparen mit Twitter
Rose riet Jungunternehmern, von seiner Erfahrung zu lernen: Er habe seinen "Day-Job" zunächst behalten und sich abends und an den Wochenenden um Digg gekümmert. Kosten habe er gespart, indem er einen Programmierer in Neuschottland [Kanada] engagiert und Podcasts zu Marketingzwecken genutzt habe.
Heute gebe es Twitter als kostenloses Kommunikationstool für Unternehmer, die ihre Fans auf dem Laufenden halten wollen. "Ich glaube wirklich, dass die E-Mail-Kommunikation tot ist", so Rose.
Immer wieder kommen Gerüchte über einen Verkauf von Digg.com auf. Sowohl Microsoft als auch Google sollen bereits ihr Interesse bekundet haben. Digg.com soll dabei einen Verkaufspreis von 300 Millionen Dollar anstreben.
(AFP)
