Online-Flüge: Keine Lockangebote mehr

ab samstag
30.10.2008

Neues EU-Gesetz für transparentere Preise

Die EU will die Ticketpreise für im Internet gebuchte Flüge übersichtlicher und vergleichbarer machen. Ein neues EU-Gesetz verpflichtet die Fluggesellschaften von diesem Samstag an, alle Steuern und Abgaben klar und rechtzeitig vor der Buchung aufzulisten.

Damit solle "irreführende Werbung" verhindert werden, teilte die EU-Kommission am Donnerstag in Brüssel mit.

Zusätzliche Kosten anzeigen

Vor allem Billigairlines werden von Konsumentenschützern wegen ihrer Werbepraxis kritisiert. So können Flüge, die auf den ersten Blick für wenige Euro angeboten werden, oftmals am Ende wesentlich mehr kosten, wenn beispielsweise noch Steuern oder Flughafengebühren dazukommen.

Der neuen Verordnung zufolge dürfen die zusätzlichen Kosten jetzt nicht mehr im Kleingedruckten versteckt werden. Zudem muss nun auch die Rechnung detailliert über Kosten wie Steuern, Flughafengebühren und den Kerosinzuschlag informieren.

Versicherung nur freiwillig

Außerdem dürfen die Fluggesellschaften dem Reisenden nicht ohne dessen ausdrückliche Einwilligung Zusatzgebühren in Rechnung stellen. Das bedeutet, dass auf der Website Buchungsoptionen wie beispielsweise eine freiwillige Reiserücktrittsversicherung nicht bereits markiert sein dürfen. Möchte der Reisende eine solche Versicherung in Anspruch nehmen, muss er dem ausdrücklich zustimmen.

(dpa)