Auf Streife mit Fingerabdruck-Scannern

biometrie
27.10.2008

Britische Polizei testet Einsatz mobiler Geräte

Die britische Polizei will sich mit mobilen Scannern ausrüsten, um Fingerabdrücke schon auf der Straße abnehmen zu können. Damit sollen die Daten von Verdächtigen schneller erfasst und mit der nationalen Datenbank abgeglichen werden.

Hunderte Maschinen könnten bereits Ende 2009 eingesetzt werden, berichtete die Agentur zur Verbesserung der Polizeiarbeit [NPIA] am Montag. In England und Wales werden bereits 200 der kleinen schwarzen Apparate getestet.

Festnahme von Unschuldigen verhindern

Die Scanner in der Größe eines Mobiltelefons können die Daten innerhalb von zwei Minuten abgleichen. Ohne die Apparate müssen Verdächtige auf die Wache gebracht werden. Die NPIA argumentiert, dass so die Festnahme von möglicherweise Unschuldigen verhindert werden könne und viel Zeit gespart werde.

Das Innenministerium erklärte, mobile Fingerabdruck-Möglichkeiten seien eine der Möglichkeiten, wie der Kampf gegen Kriminalität effektiver werden könnte. Die Polizisten hätten dadurch mehr Zeit, auf der Straße zu sein.

Datenschutzbedenken

Menschenrechtsorganisationen kritisierten dagegen, dass die neue Technologie bedeuten könne, dass die Daten unschuldiger Bürger in den Datenbanken der Polizei gehalten werden. Die Abdrücke müssten auch wieder gelöscht werden, sagte Gareth Crossman von der Organisation Liberty.

(APA | dpa)