Wieder Aktionärsklage gegen Apple

Gericht
15.09.2008

Wegen Aktienoptionen

Apple-Chef Steve Jobs und weiteren Vorstandsmitgliedern des Konzerns droht wegen angeblich falsch datierter Aktienoptionen ein neuer Rechtsstreit mit Aktionären. Ein Anwalt habe am 5. September im Auftrag mehrerer Anteilseigner vor einem Gericht in San Jose [US-Bundesstaat Kalifornien] Klage eingereicht, berichtete die Nachrichtenagentur Bloomberg am Montag.

Die Apple-Führung hatte wegen des gleichen Vorwurfs bereits vor einer Woche einen Vergleich mit einer anderen Gruppe von Aktionären geschlossen. Klägeranwalt Adam Prussin sagte, die Klage sei vom geschlossenen Vergleich nicht berührt. Der Computerkonzern kommentierte die Vorwürfe wegen des laufenden Verfahrens nicht.

Bei der Rückdatierung der als Vergütung gezahlten Optionen wird nachträglich ein Termin ausgesucht, zu dem der Kurs der Aktie niedrig war. So lässt sich bei der späteren Einlösung der Optionen mehr Gewinn erzielen. Das geht auf Kosten des Unternehmens und damit der Aktionäre. Die Rückdatierung war in den USA eine weit verbreitete Praxis und löste eine Welle von Untersuchungen und Klagen bei zahlreichen Unternehmen aus.

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(dpa)