Google erwägt eigene Risikokapital-Sparte
Planung noch in frühem Stadium
Der Internet-Konzern Google erwägt einer Zeitung zufolge den Aufbau einer Sparte für Risikokapital.
Wie das "Wall Street Journal" am Mittwoch unter Berufung auf mehrere mit den Diskussionen vertraute Personen berichtete, soll die Abteilung von David Drummond geleitet werden. Er ist bisher unter anderem der oberste Rechtsberater des Konzerns. Google habe zudem den Internet-Unternehmer und Investor William Maris angeheuert, um die Abteilung aufzubauen.
Google mit vollen Kassen
Ein Google-Sprecher bestätigte, dass Maris angestellt worden sei, nahm jedoch sonst nicht zu dem Bericht Stellung. Aus mit den Plänen des Konzerns vertrauten Kreisen erfuhr die Nachrichtenagentur Reuters, dass sich die Überlegungen in einem sehr frühen Stadium befinden.
Google hatte es bisher vorgezogen, aufstrebende Unternehmen zu kaufen statt zu investieren. Am nötigen Kleingeld dafür fehlt es nicht. Dass sich große Unternehmen in Sachen Risikokapital engagieren, ist nichts Neues: Auch Intel, Motorola und ComCast haben in der Vergangenheit entsprechende Unternehmenszweige gegründet.
Investiert hatte das Unternehmen in den vergangenen Jahren in erster Linie über seine gemeinnützige Stiftung Google.org. Ein besonderes Augenmerk legte man dabei auf Umweltschutz und erneuerbare Energie.
(futurezone | Reuters)
