Datenschutz-Gütesiegel für Ixquick
Metasuchmaschine löscht Userdaten
Der EU-Datenschutzbeauftragte Peter Hustinx hat am Montag in Kiel das erste Europäische Datenschutz-Gütesiegel EuroPriSe an die Suchmaschine Ixquick verliehen.
Die von einem niederländischen Unternehmen betriebene Metasuchmaschine löscht seit 2006 personenbezogene Daten wie IP-Adressen nach 48 Stunden, verwendet keine ID-Cookies und gibt persönliche Nutzerdaten nicht an Dritte weiter, so das Unternehmen in einer Aussendung. Zum Vergleich: Branchenprimus Google speichert derzeit die Datenspuren seiner User 18 Monate lang.
Gütesiegel der EU
Das in Kooperation mit europäischen Datenschutzbehörden entwickelte Gütesiegel soll garantieren, dass IT-Produkte den Gesetzen und Bestimmungen der EU zum Schutz der Privatsphäre und der Datensicherheit entsprechen, so das Unabhängige Landeszentrum für Datenschutz Schleswig-Holstein [ULD], Leiter des von der EU-Kommission mit 1,2 Millionen Euro geförderten Projekts, in einer Aussendung.
Das Zertifikat soll zukünftig ein wichtiges Instrument für die EU-Gesetzgebung sowie für nationale Datenschutzgesetze werden.
Alternativen
Der US-Suchanbieter Ask.com bietet bereits seit Dezember 2007 seinen Usern an, die eigenen Suchspuren im System selbst löschen zu können.
Die deutsche Metasuchmaschine MetaGer, die von der Leibniz-Universität Hannover betrieben wird, speichert aus Datenschutzgründen weder IP-Adressen noch verwendet sie Session-IDs oder Cookies.
(APA | futurezone)
