Weitere Sparmaßnahmen bei Siemens

deutschland
12.07.2008

Gehaltskürzung und Werkswohnungsverkauf

Der Technologiekonzern Siemens plant nach Medieninformationen neben der Streichung von weltweit 16.750 Arbeitsplätzen weitere Einschnitte. Ein Sparprogramm sehe unter anderem Gehaltskürzungen für Mitarbeiter der Healthcare-Sparte im deutschen Erlangen vor, berichtete das Nachrichtenmagazin "Der Spiegel".

Gehaltskürzungen um zehn Prozent

Außerdem wolle der Konzern bis zum Jahresende rund 4.000 Siemens-Werkswohnungen verkaufen, berichtete das Magazin "Focus" unter Berufung auf Betriebsräte. 2.300 Wohnungen befänden sich in Erlangen, 1.150 in München, gut 500 in Karlsruhe und Bruchsal. Von den Gehaltskürzungen um rund zehn Prozent sind nach "Spiegel"-Informationen rund 390 Vertriebsmitarbeiter betroffen.

In Österreich sollen 500 Arbeitsplätze wegfallen.

Werkswohnungsverkauf bis Ende 2008

Siemens-Chef Peter Löscher wolle sich zudem von Randaktivitäten trennen und stelle nun die knapp 4.000 Siemens-Werkswohnungen zur Disposition, berichtete "Focus". Bisher würden diese Wohnungen über eine hauseigene Immobilienfirma an Mitarbeiter vermietet.

Ein Konzernsprecher habe eingeräumt, dass sich das Thema "in der Überlegungsphase" befinde, entschieden sei aber noch nichts. Der Erlanger Betriebsratsvorsitzende Bruno Wägner sei hingegen vom Siemens-Management darüber informiert worden, "dass alle Wohnungen bis zum 21. Dezember dieses Jahres verkauft sein sollen".

(dpa)