Yang weist Microsoft-Avancen zurück
Nächste Runde in Yahoo-Übernahmeposse
Yahoo-Chef Jerry Yang hat das frische Interesse von Microsoft an seinem Unternehmen mit scharfen Worten zurückgewiesen. "Ich denke, dass hinter der Destabilisierung durch Microsoft immer mehr Absicht steckt", sagte Yahoo-Mitbegründer Yang dem "Wall Street Journal" vom Mittwoch.
Microsoft hatte zuletzt mitgeteilt, doch wieder an einer Übernahme interessiert zu sein - aber erst, wenn der Internet-Konzern eine neue Führung bekommt. Hier deutet sich ein Schulterschluss zwischen dem Windows-Riesen und dem Yahoo-Großaktionär Carl Icahn an, der bei der Aufsichtsratssitzung am 1. August den Verwaltungsrat austauschen will. Das Gremium soll dann Yang ablösen und den Weg für Microsoft frei machen.
"Herrn Icahn und seinem Verwaltungsrat zu vertrauen, ist wirklich eine schlechte Wahl", sagte Yang. Der Milliardär hat den Ruf eines "Firmenjägers" und hatte bereits bei vielen Unternehmen für Unruhe gesorgt. Microsoft hatte Yahoo erstmals Ende Jänner eine Übernahme angeboten. Die Yahoo-Spitze lehnte aber sowohl das zunächst 44,6 Mrd. Dollar [28,4 Mrd. Euro] schwere Angebot als auch spätere höhere Offerten als zu niedrig ab.
(APA | dpa)
