Microsoft-Niederlage gegen Alcatel-Lucent
Über 500 Mio. Dollar Schadenersatz fällig
Der Software-Konzern Microsoft ist mit einem Einspruch gegen Schadenersatzzahlungen an Alcatel-Lucent gescheitert. Ein Gericht in Seattle urteilte, dass Microsoft wegen Verletzungen des Patentrechts mehr als 500 Millionen Dollar [320 Mio. Euro] an Alcatel-Lucent zahlen muss.
Ein Einspruch des Konzerns dagegen wurde abgewiesen, die Schadenersatzsumme sogar noch erhöht. "Wir sind enttäuscht", erklärte Microsoft-Sprecher David Bowermaster am Freitagabend und kündigte Berufung an.
Richterin Marilyn Huff lehnte es ab, die Entscheidung eines Bundesgerichts in dem Verfahren noch einmal zu überprüfen. Das Bundesgericht hatte Alcatel-Lucent im April 357,7 Millionen Dollar zugesprochen. In dem Streit geht es unter anderem um ein Alcatel-Patent für ein Verfahren, mit dem Nutzer ein Kalenderdatum in Programmen auswählen. Der Computerhersteller Dell wurde angewiesen, rund 70.000 Dollar an Alcatel-Lucent zu zahlen.
Seit 2003
Der Patentstreit begann 2003 mit einer Klage von Lucent gegen die PC-Hersteller Gateway und Dell. Microsoft fügte sich selbst der Liste der Beklagten hinzu.
(APA | AP)
