Microsoft in Patentstreit verurteilt
Das US-Software-Unternehmen Microsoft muss wegen Patentverletzungen 367 Millionen Dollar an Alcatel-Lucent zahlen.
Ein US-Gericht in San Diego im US-Bundesstaat Kalifornien hat Microsoft im Patentstreit mit Alcatel-Lucent wegen des Verstoßes gegen zwei Patente zu einer Schadenersatzzahlung in der Höhe von 367,4 Millionen Dollar [233,7 Millionen Euro] verurteilt.
Berufung angekündigt
Nach Meinung des Gerichts verstieß Microsoft bei der Handschriftenerkennung seines Tablet-PC-Betriebssystems sowie bei seinem E-Mail-Programm Outlook für Windows Mobile gegen Patente von Alcatel-Lucent. Microsoft kündigte umgehend Berufung gegen die Entscheidung des Gerichts an.
Eine von Lucent behauptete Patentverletzung im Zusammenhang mit der DVD-Wiedergabe in Windows-Betriebssystemen stellte das Gericht hingegen in Abrede.
Langwieriger Patentstreit
Der am Freitag entschiedene Fall ist nur einer von vielen in einer Reihe von Patentklagen, die Lucent, das 2006 von Alcatel übernommen wurde, im Jahr 2003 gegen die PC-Hersteller Gateway und Dell wegen Patentverletzungen eingebracht hatte.
Im April 2003 setzte sich Microsoft selbst auf die Angeklagtenliste und sagte, die Patente seien eng an sein Windows-System geknüpft. Die Verfahren gegen Gateway und Dell laufen noch.
(futurezone | AP)
