Microsoft erwägt neue Markenstrategie

suchmaschine
04.06.2008

Microsofts Topmanager Kevin Johnson hat angedeutet, dass der Software-Hersteller von seiner "Live"-Marke abkehren könnte.

Johnson, der Hauptverantwortliche für die hauseigene Suche, gab am Dienstag zu, dass die "Live"-Marke noch einiges zu wünschen übrig lässt.

Nachdem der Software-Hersteller sein Übernahmeangebot für den Internet-Konzern Yahoo zurückgezogen hat, beschäftige sich das Microsoft-Marketing damit, das Such-Image im Wettbewerb mit Google und Co auszubessern, so Johnson am Rande einer Konferenz in Seattle.

Auf die Frage, ob das eine komplette Änderung der Marke bedeute, sagte Johnson kryptisch: "Verbessern heißt verbessern. Wenn das Veränderung bedeutet, werden wir etwas verändern."

Verwirrende Marke

Microsoft war in der Vergangenheit immer wieder wegen seiner verwirrenden Markenstrategie kritisiert worden. Das Label "Live" steht als Dachmarke für alle möglichen Websites und Applikationen. Analysten schlugen immer wieder vor, zu MSN zurückzukehren oder auf "Microsoft-Suche" umsteigen.

Microsoft, in den USA zuletzt mit seiner Suche auf einen Marktanteil von 9,1 Prozent zurückgefallen, muss Werbern und Investoren beweisen, dass es auch ohne ein Zusammengehen mit Yahoo eine erfolgversprechende Strategie für sein Suchgeschäft vorweisen kann.

Nutzer mit Geld locken

Microsoft will etwa Nutzer seiner Online-Suche in Zukunft dafür bezahlen, wenn sie Produkte über Microsofts Suchmaschine kaufen. Das Angebot reicht von Digicams über Schuhe bis zu Kaffeemaschinen, ab fünf Dollar Guthaben wird ausbezahlt.

(AP)