EU will elektronische Ausweise vernetzen
Die EU-Kommission hat ein Pilotprojekt gestartet, das für die grenzüberschreitende Anerkennung elektronischer Ausweissysteme sorgen soll.
EU-weit werden derzeit rund 30 Millionen nationale "elektronische Personalausweise" genutzt, um öffentliche Dienstleistungen, von der Auszahlung von Sozialleistungen bis hin zur Abgabe von Steuerklärungen, in Anspruch zu nehmen.
Ein EU-Projekt soll nun dafür sorgen, dass die elektronische Identität nicht nur im Heimatland, sondern europaweit eingesetzt werden kann, teilte die EU-Kommission am Freitag in einer Aussendung mit.
Systeme werden angeglichen
Bestehende Systeme sollen dabei nicht ersetzt, sondern angeglichen und miteinander verbunden werden, heißt es in der Aussendung. Das Projekt ist zunächst für drei Jahre anberaumt und mit 20 Millionen Euro dotiert. Zehn Millionen Euro stellt die EU-Kommission zur Verfügung, der Rest wird von den beteiligten Partnerländern beigesteuert.
13 EU-Länder dabei
Insgesamt nehmen 13 der 27 EU-Mitgliedsländer an dem Pilotprojekt teil. Neben Österreich sind das Belgien, Estland, Frankreich, Deutschland, Italien, Luxemburg, die Niederlande, Portugal, Slowenien, Spanien, Schweden und Großbritannien. Dazu kommt Island als Mitglied des Europäischen Wirtschaftsraums.
In Östererich wurde Anfang dieses Jahres die Bürgerkartenfunktion der E-Card mittels qualifizierter Signatur erweitert. Damit ist neben dem elektronischen Amtsweg auch die Nutzung der E-Card für E-Banking, elektronische Rechnungslegung und die Signierung und Verschlüsselung von Dokumenten möglich.
