13.12.2005

VERLAGERUNG

Indien und China auf der IT-Überholspur

Die IT-Macht dieser Welt verlagert sich zunehmend in den Osten. Indien und China sind dabei die größten Player.

Eine neue Studie der internationalen Beratungsfirma McKinsey und der indischen NASSCOM [National Association of Software and Services Companies] prognostiziert, dass Indiens IT- und Outsourcing-Industrie bis 2010 rund 60 Milliarden Dollar im Jahr umsetzen wird.

Wenn Indien die nötigen Investitionen aufbringt, würden immer mehr ausländische Konzerne Arbeitsbereiche dorthin auslagern und somit von günstigen Arbeitskräften profitieren, die gut ausgebildet, technikbegeistert und englischsprachig sind.

Indische Software, Hardware aus China

Der globale Outsourcing-Markt könnte laut der Studie bis 2010 auf 300 Milliarden Dollar wachsen. Indiens Anteil an diesem Markt soll sich bis dahin jährlich um 25 Prozent steigern.

Nach jahrelanger rasanter Aufholjagd hat China unterdessen beim Export von IT-Gütern wie Handys und Notebooks 2004 den Sprung an die Weltspitze geschafft.

Mit einem Exportvolumen im IT-Bereich von 180 Mrd. Dollar überflügelte der aufstrebende Markt erstmals die USA, die im selben Zeitraum IT-Waren im Wert von 149 Mrd. Dollar exportierten.

Das geht aus einem aktuellen Bericht der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung [OECD] hervor.

China importiert aus Asien

Während die Hauptbestimmungsorte für in China produzierte Produkte naturgemäß die USA, Hongkong, die EU und Japan sind, setzen die Chinesen beim Export zunehmend auf die asiatischen Nachbarstaaten wie Japan und Taiwan.

Für 2005 liegen der OECD noch keine endgültigen Zahlen für den IT-Weltmarkt vor. Mit einem Anhalten des chinesischen Booms im High-Tech-Bereich ist aber zu rechnen.