13.12.2005

32.000

Jobabbau bei Deutscher Telekom fix

Der Aufsichtsrat der Deutschen Telekom hat trotz der Proteste Tausender Beschäftigter dem geplanten massiven Stellenabbau zugestimmt.

Die Deutsche Telekom wird wie geplant über 30.000 Arbeitsplätze streichen, teilte der Konzern nach einer Sitzung des Kontrollgremiums Montagabend mit. Dabei hätten die Vertreter der Anteilseigner die Arbeitnehmerseite im Aufsichtsrat überstimmt.

Der Vorstand werde nun Verhandlungen mit den Arbeitnehmervertretern über die Umsetzung des Beschlusses aufnehmen, so ein DT-Sprecher. Die Gewerkschaft ver.di hat bereits scharfen Widerstand angekündigt. Sie fordert in einem Zehnpunkteprogramm statt des Abbaus von Arbeitsplätzen vor allem eine neue Service- und Qualitätsoffensive sowie mehr Innovationen.

Festnetz muss sparen

Mit bundesweiten Protesten hatten am Montag fast 30.000 Beschäftigte der Deutschen Telekom gegen den geplanten Stellenabbau protestiert. Nach Angaben der Dienstleistungsgewerkschaft ver.di beteiligten sich allein in Bonn und Berlin rund 8.500 Menschen an den Demonstrationen und Kundgebungen.

Betroffen von den Kürzungen sind vor allem die Beschäftigten der Festnetzsparte T-Com, wo rund 20.000 Stellen wegfallen sollen. Der Bereich, in dem erhebliche Marktanteile verloren gingen, steht besonders unter Wettbewerbsdruck. Konzernweit beschäftigt die Deutsche Telekom noch 170.000 Menschen.