06.11.2005

DEUTSCHLAND

Telekom-Stellenabbau bleibt viel diskutiert

Der geplante Stellenabbau bei der Deutschen Telekom könnte den Steuerzahler nach einem Bericht des Magazins "Focus" teuer zu stehen kommen.

Wie das Blatt unter Berufung auf Berliner Regierungskreise im Voraus aus seiner neuesten Ausgabe berichtet, sind unter den 32.000 Mitarbeitern, die das Unternehmen loswerden will, mindestens 20.000 Beamte.

Die von der Telekom geplante Vorruhestandsregelung koste den Bund somit "im günstigsten Fall" eine halbe Milliarde Euro zusätzlich im Jahr.

Gewerkschaft protestiert

Die Gewerkschaft Verdi wird in dieser Woche Gespräche mit dem Management der Deutschen Telekom über den geplanten Stellenabbau führen und diese mit Protesten begleiten.

Verdi wolle der Telekom-Führung einen 20 Punkte umfassenden Katalog mit Gegenforderungen präsentieren, teilte die Gewerkschaft am Sonntag mit. Parallel zu den Gesprächen seien Aktionen und Proteste vor Ort zu erwarten.

Unter anderem fordere die Gewerkschaft von der Telekom die Fremdvergabe, sowie Leih- und Zeitarbeit deutlich zu reduzieren, um Beschäftigung zu erhalten.