Eine Website für gute Nachrichten
Wer vom täglichen Lesen der Nachrichten deprimiert ist, weil in der Welt so viel Schlechtes passiert, wird bei HappyNews.com Abhilfe finden.
Die Nachrichten-Website konzentriert sich nämlich ganz auf positive Ereignisse. Das bedeutet, Leser finden im Angebot weder Mord noch Totschlag, keine Bombenattentate und auch keine schlechten Fußballergebnisse.
Rund 100.000 Nutzer informieren sich auf dem Nachrichten-Portal, das im Juli online gegangen ist. 60 Prozent davon sind Frauen. Die Idee für die etwas andere News-Site stammt von Byron Reese, Chef der US-Firma PageWise, die zahlreiche Ratgeber- und "How to"-Websites herausgibt.
Seiner Meinung nach erzeugen herkömmliche Medien einen verschwommenen Blick auf die Welt, weil das Schlechte stets herausgepickt und übertrieben wird. HappyNews.com soll die Balance wiederherstellen.
Online-Medienportale werden der klassischen Konkurrenz wie Fernsehen, Radio und Zeitung in den nächsten Jahren als Nachrichtenquelle den Rang ablaufen.
Internet wird zu Nachrichtenquelle Nr. 1Fast keine Politik-News
Die Beiträge auf der News-Site kommen zum Teil von Associated Press und einem Team von rund 150 Freiwilligen, die bestimmte Standards für Fairness, Sorgfalt und Grammatik befolgen müssen.
Ein kleines Team sucht etwa 40 Storys am Tag aus, die veröffentlicht werden. Politische Nachrichten werden dabei fast immer abgelehnt.
Das Redaktionsteam bevorzugt Nachrichten aus den Sparten Gesundheit, Wissenschaft, Kultur und Unterhaltung.
Über den Irak-Krieg wird auf HappyNews.com nur beiläufig berichtet: etwa das Thanksgiving-Fest für die Soldaten und Spendenaktionen für irakische Kinder. Massenentlassungen wie etwa jüngst bei General Motors werden auch ignoriert, dafür sind laut Reese Jobangebote willkommen.
