19.10.2005

PROGNOS-STUDIE

Internet wird zu Nachrichtenquelle Nr. 1

Die Online-Medien werden in den kommenden fünf Jahren zur unbequemen Konkurrenz für Fernsehen, Radio und Zeitung. Zu diesem Ergebnis kommt der aktuelle Report "Online-Medien 2009" des Basler Prognos-Instituts.

Online-Medien bündeln das Interesse und die Nachfrage nach aktuellen Informationen und sind dabei schneller und erreichen die Nutzer auch am Arbeitsplatz, so die Studie.

Vor allem jüngere Zielgruppen decken laut dem Bericht ihre Informationsbedürfnisse zuerst im Internet und erst dann - wenn überhaupt - bei klassischen Medien.

Weiterer Marktausbau für ORF.at

Zwar nehme der Online-Sektor dem Radio und Fernsehen noch keine Nutzungszeit weg, das Internet raube den klassischen Medien jedoch den Neuigkeitswert, so die Schweizer Marktforscher in ihrem Report.

Die News der Fernseh-Abendnachrichten sind dieser These zufolge den meisten Zuschauern längst aus dem Internet bekannt.

Vorzugsweise beziehen die Onliner ihre Nachrichten dabei von großen "General-Interest-Portalen", die ihre starke Marktstellung nach Meinung der Studienautoren weiter ausbauen werden.

Der Bericht nennt dabei ORF.at und News.at in Österreich, Spiegel Online, Bild.de und RTL.de in Deutschland und Blick.ch, NZZ.de und tagesanzeiger.ch in der Schweiz.

Werbung wächst jährlich bis zu 22 Prozent

Derartigen News-Plattformen räumen die Studienautoren auch die besten Chancen auf dem rasch expandierenden Online-Werbemarkt ein.

Bis 2009 wird laut Prognos die Online-Werbung mit jährlichen Wachstumsraten von bis zu 22 Prozent in der D-A-CH-Region stärker wachsen als alle anderen Werbeträger.

Trotzdem wird die Online-Werbung nach Einschätzung der Marktforscher weiter deutlich hinter Fernsehen, Radio und Printmedien zurückbleiben.