Inmarsat startet weltweites Sat-Internet
Inmarsats Broadband Global Area Network [BGAN] ermöglicht laut Anbieter weltweit Datentransferraten von bis zu 492 Kilobits pro Sekunde und soll Breitband-Internet auch in die entlegensten Teile dieser Welt bringen.
Der Anbieter hofft vor allem Regierungen, Hilfsorganisationen und Firmen als Kunden gewinnen zu können, etwa in Regionen, wo übliche Kommunikationsinfrastruktur nur schwer realisierbar ist oder durch Naturkatastrophen zerstört wurde.
Mit BGAN könnten die Nutzer mittels VPN-Verbindung [Virtual Private Network] Zugriff auf ihre Firmennetzwerke haben, E-Mails und andere Büro-Anwendungen nutzen, im Netz surfen, große Files schicken, Audio und Videos streamen und telefonieren - alles zur selben Zeit, so Inmarsat.
Um das Service anbieten zu können, hat Inmarsat dieses Jahr zwei Satelliten in eine Umlaufbahn rund um die Erde geschickt. Ein dritter könnte nächstes Jahr folgen.
Erster Schritt zu Breitband über SatellitBilliger als Mobilfunkroaming
Dabei soll BGAN kostengünstiger als vergleichbare Angebote sein, in manchen Fällen sogar billiger als Mobilfunktechnologie [mit Roaming]. Ein MB Datentransfer soll von egal welchem Punkt der Welt aus zwischen vier bis sieben Dollar kosten, ein Gespräch pro Minute unter einen Dollar.
Zugang zu BGAN erhält der Nutzer mit Satelliten-Terminals, die zwischen 1.500 und 3.500 Dollar kosten. Die Hersteller, Hughes Network Systems, Nera SatCom und Thrane & Thrane, sollen bereits über 15.000 Bestellungen von Firmen erhalten haben, gab Inmarsat an.
BGAN ist zu Beginn in Europa, Afrika, dem Mittleren Osten und Asien verfügbar, Nord- und Südamerika sollen im zweiten Quartal 2006 folgen.
