Tele.ring soll weiter bestehen
Tele.ring konnte im 3. Quartal 2005 den Umsatz gegenüber dem Vorjahresquartal um 7,6 Prozent auf 382,6 Mio. Euro steigern.
Bei den Mitbewerbern gebe es hingegen nur ein Plus von rund drei Prozent, erklärte tele.ring-Chef Michael Krammer am Montag.
Der tele.ring-Chef geht davon aus, dass die Marke tele.ring auch nach Abschluss der Übernahme durch T-Mobile weiter bestehen bleibt.
Schließlich sei man die zweitbekannteste Marke hinter dem Branchenprimus mobilkom austria. Genaueres sei aber noch nicht bekannt.
Die Kundenzahl legte um 18 Prozent auf insgesamt 1.097.500 zu, wobei der Bereich Mobilfunk für 992.900 der Kunden verantwortlich ist, beim Festnetz gab es einen leichten Rückgang.
tele.ring40 Euro pro Monat und Kunde
Das operative Ergebnis - Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen [EBITDA] - legte um 27,8 Prozent zu und erhöhte sich auf 124,9 Mio. Euro. Das entspricht einer EBITDA-Marge von 33 Prozent. Vor einem Jahr lag diese bei 27,5 Prozent.
Der durchschnittliche Umsatz pro Kunde [ARPU] blieb mit über 40 Euro im Monat stabil. Im Datenverkehr werden sechs bis sieben Euro pro Monat und Kunde umgesetzt. Der Datenumsatz geht noch immer in erster Linie auf das Konto der SMS, mobile E-Mail werde jedoch immer mehr genutzt, so Krammer.
Immer wichtiger werde die Rufnummern-Mitnahme, wo tele.ring klarer Sieger sei. Krammer: "Jede zweite Protierung landet bei tele.ring."
Genutzt wird diese Möglichkeit bisher allerdings fast ausschließlich von Privatkunden, die lukrativen Geschäftskunden zieren sich noch.
Bilanz der RufnummernmitnahmeMehr "Formel 10"-Transparenz
Im Weichnachtsgeschäft will das Unternehmen mit einem verbesserten "Formel 10"-Produkt punkten. Krammer verspricht mehr Tariftransparenz, einen Cent netzintern, zehn Cent netzextern. Grundumsatz sind 15 Euro pro Monat, Mindestvertragsdauer 24 Monate, Aktivierungsgebühr 39 Euro.
Wie lange dieser Vertrag allerdings noch mit dem Unternehmen tele.ring gilt, ist offen. Tele.ring wurde kürzlich von der heimischen Nummer zwei, T-Mobile Austria, übernommen, die Zustimmung der EU-Wettbewerbsbehörde steht aber noch aus.
Zuletzt hatte die Behörde eine vertiefte Prüfung veranlasst. Diese könnte bis Sommer 2006 dauern. Erst dann werden auch die tele.ring-Kunden von der Übernahme etwas merken, versprach Krammer.
