Swisscom-Aktie weiter unter Druck
Das Verbot von Übernahmen im Ausland durch die Schweizer Regierung setzt der Swisscom zu: Am Montagvormittag stand die Aktie an der Schweizer Börse SWX weiter unter Druck.
Bis 11.15 Uhr verlor das Papier um 3,48 Prozent auf 402,5 Franken [260 Euro].
Der aktuelle AktienkursBereits am Freitag hatte die Aktie des Telekom-Konzerns verloren. Anleger reagierten verunsichert auf den Kurswechsel des Bundesrats, der es der Swisscom verbietet, ausländische Firmen zu kaufen. Bis dahin waren Auslandsbeteiligungen ausdrücklich erwünscht gewesen.
Hedge-Fonds enttäuscht
Verärgert über den Strategiewechsel zeigten sich insbesondere Hedge-Fonds, die auf eine Übernahme der irischen Eircom durch die Swisscom gesetzt hatten. Sie waren am Freitag mit kräftigen Verlusten bei der Eircom-Aktie konfrontiert.
Aktie auf "sell" zurückgestuft
Die Deutsche Bank stufte unterdessen die Aktien der Swisscom auf
"sell" von bisher "hold" zurück. Nach Angaben eines Händlers der
Deutschen Bank beträgt das Kursziel neu 355 Franken nach zuvor 400
Franken.
Stopp für Swisscoms UnternehmergeistRisiko zu hoch
Solange der Staat zwei Drittel der Swisscom-Aktien halte, werde die Regierung im Verwaltungsrat große Übernahmen im Ausland blockieren, hatte der Sprecher des Finanzministeriums am Freitag erklärt.
Der Regierung sei das damit verbundene unternehmerische Risiko zu hoch, so die Begründung. Die Swissocm hatte eingeräumt, Gespräche mit der irischen Eircom über eine Übernahme zu führen. Ihre Übernahmeversuche von Cesky Telecom und Telekom Austria waren schon früher gescheitert.
