25.11.2005

HVB

HypoVereinsbank im Visier von Phishern

In dem Schreiben, das seit Donnerstag kursiert, werden die Empfänger im Namen der HVB auf eine Website gelockt. Dort sollten sie an sich geheime Nutzerdaten für ihr Online-Konto eingeben.

Dabei gehen die Phisher offenbar genauso wie bei ähnlich gelagerten Attacken auf Kunden der österreichischen Banken BAWAG und Erste Bank vor.

Ein Verdacht auf Geldwäsche müsse geprüft werden, heiße es in gebrochenem Deutsch, so die Zeitung. Die HypoVereinsbank [HVB] ist Mutter der Austria Creditanstalt [BA-CA].

Laut einer HVB-Sprecherin ist noch kein Schadensfall gemeldet worden. Die Website sei seit Freitagfrüh abgeschaltet. Es sei aber nicht auszuschließen, dass sich solche Betrugsversuche wiederholten.

Phishing auch in Österreich

Ende Oktober waren die Kunden der BAWAG das Ziel der Phisher, in paar Tage zuvor bereits die Kunden der Erste Bank und Sparkasse.

Beide Banken wiesen darauf hin, dass sie unter gar keinen Umständen um die Übermittlung persönlicher Daten per E-Mails ersuchen.

In Deutschland belaufen sich die durch Phishing verursachten Schäden laut letzten Zahlen mittlerweile auf 4,5 Mio. Euro, den 16 Landeskriminalämtern liegen mehr als tausend entsprechende Fälle vor.