23.11.2005

BACKSCATTER

Body-Scanner entblättert Flugpassagiere

Am Körper getragene Waffen aus Plastik und explosive Substanzen bleiben den herkömmlichen Magnometern verborgen. Die "Nacktkameras" sollen das nun ändern.

Die mit Millimeterwellen arbeitenden Scanner wurden bereits vor einigen Jahren entwickelt.

Das "Backscatter"-Gerät funktioniert herkömmlicherweise über Röntgenstrahlen, die von der Haut abprallen und so ein Schwarz-Weiß-Bild der Person erzeugen, die gerade gescannt wird. Die Strahlenbelastung soll dabei nicht höher sein als die durch die Sonne. Bei den Geräten in Göteborg wird allerdings auf nicht-ionisierende Strahlung im Terahertz-Bereich zurückgegriffen.

Rückstreuung wird gemessen

Die im Gerät verwendeten Wellen werden nicht zur Durchleuchtung benutzt, sondern zur Erzeugung von Reflexionen und Rückstreuungen ["Backscatter"]. Für einen Scan werden zwischen zehn und 30 Sekunden benötigt.

] produzieren entsprechende Geräte, der Stückpreis liegt bei ca. 200.000 US-Dollar.

Dasselbe Prinzip wird auch bei Wetterradar verwendet - allerdings wird dort mit Radarstrahlen gearbeitet. Hagel, Graupel, starker und leichter Regen sowie Nebel haben charakteristische Rückstreuungen.

Undeutliche Körperkonturen

Neben Göteborg will laut dem Artikel auch die britische Luftfahrtsicherheit Anfang kommenden Jahres in London offizielle Tests durchführen.

Laut Angaben eines Herstellers arbeiten die Geräte mit Frequenzen, die die Körperkonturen der Passagiere nur undeutlich abbilden.