20.11.2005

ÜBERWACHUNG

Eine "Black Box"für Österreichs Pkws

Privat-Pkws könnten in naher Zukunft ebenso lückenlos überwacht werden wie die zivile Luftfahrt.

Gorbach schlug in einem Interview mit der "Presse" [Montag-Ausgabe] vor, künftig in Autos einen Fahrtenschreiber ["Black Box"] - einbauen zu lassen.

"Im Rahmen der EU-Ratspräsidentschaft werden wir eine Einführung auf internationaler Ebene diskutieren", so Gorbach.

Die Black Box solle Daten wie Wetter, Geschwindigkeit und Reaktionszeit speichern, so Gorbach. So könnte man nachträglich auch feststellen, ob der Lenker zum Zeitpunkt des Unfalls abgelenkt war - etwa durch Telefonieren.

Nur Auswertung bei Unfall

Ausgewertet werden soll die Black Box aber nur, wenn es zu einem Unfall gekommen ist, so der Bericht.

Unter den EU-Verkehrsministern gebe es Unterstützer dieser Idee, vor allem aus Frankreich.

Wann dieser Fahrtenschreiber fürs Auto kommen könnte? "Binnen fünf Jahren kann viel passieren", so Gorbach weiter.

Bereits in Entwicklung ist ein EU-weites Notrufsystem, bei dem das Auto bei einem Unfall in Zukunft selbstständig die Einsatzkräfte alarmieren soll.

Emirate überwachen in Echtzeit

In den Vereinigten Arabischen Emiraten ist man schon einen Schritt weiter, wenn auch nur theoretisch.

Dort sollen alle Autos in Zukunft mit Black Boxes ausgerüstet werden, die ebenfalls Daten über das Auto und die Fahrweise speichern sollen. Den 125 Mio. Schweren Auftrag hat IBM erhalten.

Die Box misst die aktuelle Geschwindigkeit des Autos und vergleicht diese mit dem lokalen Tempolimit. Wird dieses überschritten, wird der Fahrer gewarnt.