20.11.2005

ISUPPLI-STUDIE

Keine rosigen Prognosen für WiMax

In den vergangenen Jahren ist WiMax [Worldwide Interoperability for Microwave Acess] aufgrund seiner hohen Leistungsfähigkeit zur möglichen Alternative zu DSL-Verbindungen und UMTS hochgejubelt worden.

Die kalifornischen Marktforscher von iSuppli zweifeln nun allerdings am durchschlagenden Erfolg der Technologie und sprechen WiMax in den kommenden Jahren allenfalls ein Nischendasein zu.

Im Jahr 2010 werden den Marktforschern zufolge weniger als fünf Prozent der Breitbanduser die Drahtlos-Technologie einsetzen, berichtet das Branchenportal Cellular News.

Nirgends als erster dran

Der als WiMax bezeichnete Funkstandard 802.16 werde zumindest in naher Zukunft vornehmlich Nischenapplikationen bedienen, heißt es bei iSuppli. Hauptgrund für die Analysten: In allen Marktsegmenten, auf die WiMax abzielt, gibt es bereits drahtlose oder Festnetz-Technologien.

WiMax muss sich daher gegen eine konkurrierende Technologie durchsetzen oder zusätzliche Lösungen anbieten. Darum, so schlussfolgern die Marktforscher, werde es WiMax zumindest in den Industrienationen sehr schwer haben, im Festnetz- oder Mobilfunkbereich Verbreitung zu finden.

Langfristig soll sich das mobile Breitband zum bedeutendsten Markt für WiMax entwickeln, meinen die iSuppli-Analysten.