Kein Apple-OS für 100-Dollar-Laptop
Der vom MIT-Gründer Nicholas Negroponte iniitierte Laptop soll auch Kindern in Entwicklungsländern Zugang zu neuen Technologien verschaffen.
Allerdings gibt es dafür strikte Regeln, wie das "Wall Street Journal" ["WSJ"] berichtet. So soll Apple-Chef Steve Jobs das Apple-Betriebssystem Mac OS X kostenlos dafür angeboten haben, so einer der Mitbegründer der Initiative, Seymour Papert.
Das Angebot sei aber abgelehnt worden, weil es proprietäre Software ist und nicht Open Source. Die Designer wollten ein Betriebssystem, an dem auch gebastelt werden kann, um es den individuellen Bedürfnissen anpassen zu können, so das "WSJ".
Nach den aktuellen Plänen wird das Notebook mit einem AMD-Prozessor und dem freien Betriebssystem Linux [von Red Hat] ausgerüstet.
Billig-Notebook nimmt Gestalt anErste Geräte Ende 2006/Anfang 2007
Laut Negroponte und seinen Mitstreitern wurden bereits Gespräche mit rund zwölf Ländern über die Einführung des Billig-Notebooks geführt, das meiste Interesse hätten bisher Brasilien und Thailand gezeigt. Aus der US-Bundesstaat Massachusetts überlegt für jeden Schüler einen solchen Laptop anzuschaffen, Kostenpunkt 54 Mio. Dollar.
Bisher wurden zwar noch keine Verträge mit Staaten unterzeichnet, derzeit sei aber die Produktion von fünf bis zehn Millionen Notebooks ab Ende 2006/Anfang 2007 geplant, so Negroponte gegenüber dem "WSJ".
Google, AMD, Red Hat, News Corp. und Brighstar spendeten jeweils zwei Millionen Dollar zur Unterstützung der Initiative. Dennoch müssten die Regierungen der Entwicklungsländer 15 Milliarden Dollar aufbringen, um die ehrgeizigen Pläne zu verwirklichen.
Das 100-Dollar-NotebookPreis muss gedrückt werden
Doch auch technische Schwierigkeiten gilt es noch zu überwinden. Der in Tunis gezeigte Laptop ist noch ein früher Prototyp, allein der Schirm soll weitere drei Monate Entwicklungszeit benötigen. Weiters arbeiten die Entwickler fieberhaft dran, den versprochenen Kaufpreis von 100 Dollar halten zu können.
