IBM stellt schnellsten Supercomputer
Als schnellster Computer der Welt hat sich zum dritten Mal in Folge "BlueGene/L" an der Spitze der am Montag in Seattle veröffentlichten Top 500 behauptet.
Die von IBM gemeinsam mit dem US-Ministerium für Nuklearsicherheit konstruierte Rechenanlage kommt nun auf eine Leistung von 280,6 Tera-FLOPs [Billionen Rechenschritte] in der Sekunde. Europas schnellster Computer "Mare Nostrum" in Barcelona, ebenfalls von IBM, rutschte mit 27,9 Tera-FLOPs vom fünften auf den achten Platz.
"BlueGene/L" wies im Juni noch die Hälfte seiner jetzigen Leistung auf und lag bei 136,8 Tera-FLOPs. Auf Platz zwei liegt ein weiteres BlueGene-System, das bei 91,2 Tera-FLOPs hält und in IBMs Thomas Watson Research Center installiert ist.
IBM vor HP
Auf Platz drei liegt ebenfalls ein IBM-System mit 63,4 Tera-FLOPs
Leistung. IBM ist der größte Supercomputer-Hersteller weltweit und
hat 43,8 Prozent aller Systeme, die im Top-500-Ranking Platz finden,
gebaut. Auf Platz zwei liegt Hewlett-Packard mit 33,8 Prozent aller
Maschinen.
Blue Gene/L bricht eigenen RekordIntel-Chips vor IBM-Prozessoren
Bei den Prozessoren kommen vor allem Intel-Chips zum Einsatz, sie werden in 333 der 500 Systeme verwendet. Auf Platz zwei folgen IBM-Chips [73 Stück]. AMD konnte die Anzahl der Supercomputer, in denen Opteron-Chips vertreten sind, innerhalb von sechs Monaten von 25 auf 55 steigern.
Der Löwenanteil der Systeme ist in den USA installiert - konkret 305 der Top 500. In Europa stehen 100 Systeme, in Asien 66.
Japanischer Supercomputer geschlagen
Dabei herrscht durchaus Rivalität zwischen den einzelnen Ländern.
Der japanische Großrechner "Earth Simulator" sorgte für Aufsehen,
als er 2002 überraschender die Top 500 anführte und fünf Halbjahre
lang diese Position nicht aufgab. Erst im November letzten Jahres
konnte ein US-Rechner wieder die Führung zurückerlangen.
IBM dominiert Supercomputer-RankingRanking seit 1993
"Ein Jahr nach seiner Absetzung vom Thron wurde der Earth Simulator auf Platz sieben zurückgekickt", so Erich Strohmaier, Computerwissenschaftler am Lawrence Berkeley National Laboratory und einer der Köpfe hinter der Top-500-Liste.
Die Liste der schnellsten Supercomputer wird seit Juni 1993 geführt und alle sechs Monate veröffentlicht.
