Microsoft arbeitet gegen XCP-Kopierschutz
Microsoft will seine Sicherheitssoftware so aufrüsten, dass sie künftig den Kopierschutz erkennt und auf den Rechnern der Nutzer entfernt, berichtet "C'net".
"Wir sind besorgt über jede Art von Schadsoftware und ihren Einfluss auf die Computer unserer Kunden" schreibt demnach Jason Garms, Sicherheitsexperte bei Microsoft, in seinem Weblog.
Die Rootkit-Funktion des heftig kritisierten Kopierschutzes hätte einen negativen Einfluss nicht nur auf die Sicherheit, sondern auch auf die Verlässlichkeit und Leistungsfähigkeit der Computer, so Garms.
Das von Sony BMG auf einigen Musik-CDs in den USA eingesetzte digitale Rechtemanagement war in die Schlagzeilen geraten, weil es beim Abspielen einer entsprechenden CD am Rechner Dateien unbemerkt vom Nutzer in den Tiefen des Betriebssystems versteckt.
Sony BMG stoppt XCP-KopierschutzDemnächs in Windows Defender
Nach Analyse der Software wolle das Unternehmen zunächst seine Software Windows Defender [vormals Windows AntiSpyware] mit einer Signatur erweitern, die die Rootkit-Teile erkennt und auf den Rechnern entfernt.
Diese Signatur werde über die Update-Funktion der Software zur Verfügung stehen, so Garms weiter. Pläne für eine Integration in das Malicious Software Removal Tool gebe es ebenfalls.
