Virtueller Immobilienmarkt boomt
Online-Games werden immer beliebter und für ihre Spieler ein profitables Geschäft - etwa durch den Handel mit virtuellen Immobilien.
Das ist zum Beispiel im "Projekt Entropia" möglich. Das Online-Game stellt ein virtuelles Universum mit einem reellen Wirtschaftssystem dar.
Reale Währungen können dabei in PED [Project Entropia Dollars, 10 PED sind 1 USD] umgewechselt werden, die Teilnahme am Spiel ist zwar kostenlos, dafür kostet das virtuelle Leben einiges.
Vergangenen Winter wurde dabei die erste größere Immobilien-Investition bekannt: Ein Australier hatte für rund 20.000 Euro eine virtuelle Insel erstanden und damit einen guten Riecher bewiesen. In weniger als einem Jahr hat der 23-Jährige, im Spiel als "Deathifier" bekannt, die Ausgabe wieder hereingewirtschaftet.
Projekt Entropia wurde 2003 von der schwedischen Entwicklerfirma MindArk gegründet und hat heute 300.000 registrierte Nutzer.
Eine echte Ökonomie als Online-SpielKaufen und Weiterverkaufen
Möglich wurde dies über Grundstücksverkäufe sowie "Steuern", die andere Spieler für die Nutzung des Grundstücks [etwa zum Jagen] zahlen mussten.
Nun hat ein US-Spielteilnehmer mit dem Namen "Neverdie" noch eins draufgesetzt und in Projekt Entropia eine virtuelle Raumstation für umgerechnet 85.000 Euro gekauft.
Die Raumstation soll nun in einen Nachtclub umgewandelt werden, in dem ganz nebenbei auch Monster gejagt werden können - natürlich gegen Gebühr.
Der frischgebackene Besitzer erwartet sich daraus monatliche Einahmen von rund 20.000 Dollar und sieht den virtuellen Immobilienmarkt als weitaus vielversprechender als den realen, wo Hurrikans und andere Katastrophen das schwer erarbeitete Eigentum dahinraffen.
Projekt entropia ist nicht das einzige Online-Spiel, in dem mit echtem Geld gehandelt wird. Auch in "Second LIfe" geben die Spiele Tausende von Dollars für virtuelle Grundstücke, Fahrzeuge und kleidung aus.
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