Eine echte Ökonomie als Online-Spiel
Das Spiel "Project Entropia" soll ab Februar 2003 "eine neue Dimension des Online-Spiels" darstellen und dazu die echte mit der virtuellen Ökonomie noch direkter verknüpfen, als dies in derzeit populären Games schon der Fall ist.
Im Gegensatz zu anderen Games ist das Rollenspiel der schwedischen Softwareschmiede MindArk kostenlos im Web zu haben. Ab diesem Zeitpunkt ist aber Schluss mit "kostenlos":
Der Spieler braucht wie im Leben Geld, um in der virtuellen Welt Entropias überleben zu können, und zwar echtes Geld. Die Währung des dreidimensionalen virtuellen Universums, der "Project Entropia Dollar" [PED], ist dabei in jede wichtige Währung der Welt umrechenbar.
Obwohl eine Beziehung zwischen virtuellen Welten und realer Wirtschaft auch beim Spiel EverQuest schon feststellbar ist, soll die Vernetzung bei Project Entopia eine neue Qualität erreichen.
EntropiaMarktwirtschaft regiert
Um die Dinge des Überlebens in Entropia zu kaufen, muss der Spieler zunächst echtes Geld in die Währung des Spiels umtauschen.
Im Spiel kann dann Handel mit anderen Spielern betrieben werden, wobei sich die Preise schnell nach Angebot und Nachfrage ausrichten sollten.
Waren, die gekauft werden, können auch wieder in echte Währungen getauscht werden. Zudem gibt es durch Werbung finanzierte Schätze zu entdecken. Auch sie können wieder in hartes Geld aus der echten Welt gewechselt werden.
Da der Spieler ständig Dinge zum Überleben benötigt, muss entweder permanent reales Geld in das Game fließen oder ein profitables virtuelles Leben geführt werden.
Seit 1997 seien rund 15 Mio. USD in die Entwicklung des Spiel investiert worden, so Jan Welter Timkrans, Managing Director von MindArk. Jährlich sollen fünf Mio. USD in die Weiterentwicklung des Online-Games gesteckt werden.
MindArk
