10.11.2005

Ö-STUDIE

Preisvergleicher sind keine Geizhälse

Die heimische Preisvergleichsplattform Geizhals.at hat am Donnerstag eine Studie der Wirtschaftsuniversität Wien [WU] über den Einfluss von Schnäppchenjäger-Portalen auf das Konsumentenverhalten vorgestellt.

Nutzer von Preisvergleichen kennen mehr Marken als Geizhals-Nichtnutzer, kaufen öfter Elektronikprodukte und geben dafür pro Kopf mehr Geld aus als Nichtnutzer von Preisvergleichsplattformen, so das Fazit. Zudem lassen sich diese Kunden viel mehr Zeit bei der Kaufentscheidung.

Die Online-Preisvergleicher sind im Schnitt zwischen 20 und 40 Jahre alt, zu 72 Prozent männlich und nutzen die entsprechenden Plattform zunehmend als Informationsquelle für technologische Neuerungen.

Elektrogroßmärkte wenig beliebt

Ein weiteres Studienergebnis zeigt, dass Preisvergleichsnutzer in gleichem Maße bei reinen Online-Händlern wie bei Fachhändlern im Geschäft einkaufen, aber deutlich weniger im Elektrogroßmarkt.

"Diese Kunden legen ein hybrides Kaufverhalten an den Tag", so Fritz Scheuch vom Institut für Marketing-Management an der WU. Das Vorurteil, der Fachhandel werde von Online-Shoppern und dem Großhandel schrittweise verdrängt, stimme demnach nicht.

150.000 Artikel online

Auf der Einkaufsplattform Geizhals.at, Anbieter von Preisvergleichen im Internet, sind nach eigenen Angaben bereits über 150.000 Artikel gelistet.

Pro Monat werden im Durchschnitt rund 45 Mio. Euro auf Geizhals.at umgesetzt. Mittlerweile sind 980 Händler auf der Plattform mit ihren Produkten vertreten. Beliebteste Produkte seien derzeit Digitalkameras, Notebooks, Handys, MP3-Player und Espressomaschinen, hieß es.