07.11.2005

BE QUIET

High-Tech-Sensoren für gutes Benehmen

Japanische Forscher arbeiten an der Entwicklung von Sensoren, die Wohnungsbewohner zur Rücksichtnahme erziehen sollen.

Sobald Mieter allzu forsch durch ihre Wohnung trampeln, schrillen oder leuchten Warnsignale auf. Ausgelöst werden sie von speziellen Sensoren unter dem Fußboden, die die Vibrationen der Schritte messen, wie ein für die Entwicklung der "manaa sensaa" [Gute-Manieren-Sensor] zuständiger Sprecher des Bauunternehmens Ando am Montag erklärte.

In Japan mit seinen oft dünnen Wohnungswänden kann jeder fast alles hören, was der Nachbar macht. Zugleich achtet man aber allgemein sehr darauf, anderen nicht zur Last zu fallen.

Akustischer oder optischer Alarm

Das zehn mal zehn Zentimeter große und drei Zentimeter dicke Gerät wird unter dem Fußbodenbelag eingesetzt. Die Alarmierung kann akustisch über einen Summer oder über ein Lichtsignal erfolgen.

Um auch den Kindern gutes Benehmen beizubringen, kann die strenge Stimme von Mama oder Papa aufgezeichnet werden und über Lautsprecher mit dem Sensorwarnsystem verbunden werden.

Die Sensoraufzeichnungen können einen Monat lang auf einem PC gespeichert werden. Das System sei so konzipiert, dass eine Verletzung der Privatsphäre anderer ausgeschlossen sei. Es soll im April 2006 für knapp mehr als 200 Euro auf den Markt kommen.