02.10.2005

FEEDBACK

"Intelligente" Kleidung als Trainerersatz

Die niederländische Organisation for Applied Scientific Research in Soesterberg testet an Ruderern derzeit Kleidung, die dem Träger Feedback über seine Bewegungen gibt.

Damit sollen falsche bzw. ineffiziente Bewegungen vermieden werden und ein gezieltes Trainieren bestimmter Muskelgruppen möglich sein, berichtet "New Scientist".

Feedback vom Gewand

Sensoren im Gewebe registrieren dazu die Geschwindigkeit sowie die Koordination der Bewegungen von Beinen und Körper.

Sobald diese von der optimalen Geschwindigkeit oder dem besten Rhythmus abweichen, wird das dem Träger durch Vibrationen an den Fußknöcheln und der Bauchmitte angezeigt. Die Frequenz der Vibrationen soll dem Sportler helfen, den richtigen Rhythmus wieder zu finden.

"Mitdenkender" Laufschuh

Nicht ganz so motivierend, aber in gewissem Maße auch "intelligent" ist der Laufschuh "adidas_1" vom gleichnamigen deutschen Sportartikelhersteller.

Der Schuh mit eingebautem Mikroprozessor, Sensoren und einem kleinen elektrischen Motor soll seine Trageigenschaften dem Laufverhalten des Trägers und der Umgebung elektronisch anpassen.

Der Sensor unter der Ferse misst den Druck und entscheidet anhand der Daten, ob der Schuh zu weich oder zu hart ist. Diese Information wird an den Chip gesendet. Während der Fuß in der Luft ist, wird die Federung angepasst. Pro Sekunde werden ca. 1.000 Messungen vorgenommen.

Positives Feedback mittels Kleidung

Eine ganz andere Form, aber als positives Feedback auch nicht zu verachten, stellt das T-Shirt "F+R Hugs" dar.

Das Shirt ist aus Lycra und hat eine Reihe von Sensoren eingearbeitet, die die Umarmung einer Person samt Atem und Geräuschen auch über Distanzen weg simulieren sollen.

Das Shirt erhält über Mobilfunk den Herzschlag, Körpertemperatur und die Berührungsstellen einer Umarmung kann diese laut Angaben des Herstellers realistisch wiedergeben.