04.11.2005

HEISS

Afrika lockt Europas Mobilfunker

Zwischen 1999 und 2004 hat sich die Zahl der Handy-Benutzer in Afrika von 7,5 auf 82 Millionen mehr als verzehnfacht.

Der britische Vodafone-Konzern, der bereits über die südafrikanische Vodacom vertreten ist, will sich nun die 15-prozentige Aufstockung seiner Beteiligung insgesamt 1,35 Milliarden britische Pfund [zwei Mrd Euro] kosten lassen. Vodacom wird dabei mit 106 Milliarden Rand [13,3 Mrd Euro] bewertet.

Südafrika kommt beim Ausbau des Marktes eine Vorreiter-Rolle zu. Mit speziellen Produkten ermöglichen Vodacom und Konkurrent MTN selbst unterhalb der Armutsgrenze lebenden Afrikanern Zugang zur mobilen Kommunikation.

Gute Prognosen

Mit Blick auf die in Südafrika anstehende Fußball-Weltmeisterschaft 2010 wird bei einer Handy-Entwicklung für TV-Empfang mit weiteren hohen Steigerungsraten gerechnet.

Dabei können die sich schon heute sehen lassen. Mehr als die Hälfte der 43 Millionen Südafrikaner hat ein Handy. Im Jahresvergleich hat Vodacom bis Juni 2005 die Zahl der Kunden um 39 Prozent auf 17,2 Millionen steigern können - 14,3 Millionen davon in Südafrika. Konkurrent MTN - ebenfalls seit 1994 auf dem Markt - geht bis 2007 von 15,4 Millionen Kunden aus.

Vodafone bekommt über Vodacom auch Zugang zu Mobilfunkmärkten in Mosambik, der Demokratischen Republik Kongo, Tansania und Lesotho - Staaten, die ebenfalls hohe Steigerungsraten beim Mobilfunk aufweisen.