31.10.2005

KOMPROMISS

Infineon einigt sich mit IG Metall

Nach einem einwöchigen Streik beim Chiphersteller Infineon hat sich das Management mit der IG Metall auf eine Lösung für das vor der Schließung stehende Werk München-Perlach geeinigt.

Kern des Kompromisses ist eine höhere Abfindung für die Beschäftigten. Nun gehe es darum, den Betriebsfrieden zu sichern und so schnell wie möglich zur Normalität zurückzukehren, sagte Infineon-Manager Reinhard Ploss am Montag in München.

Seit dem vergangenen Montag stand die Produktion in dem Chipwerk still. Die Fabrik mit rund 800 Beschäftigten soll im März 2007 geschlossen werden, da sie nicht mehr dem Stand der Technik entspricht.

Streikende erst nach Urabstimmung

Die IG Metall ist mit der Einigung zufrieden. Die Mitglieder müssten dem Kompromiss jetzt noch in einer Urabstimmung zustimmen, sagte Streikführer Michael Leppek. "Wir rechnen mit Zustimmung." Bis dahin gehe der Streik aber noch weiter.

Zu Details der Einigung will sich die IG Metall am Nachmittag äußern. Dem vernehmen nach haben sich die Tarifparteien unter anderem auf eine durchschnittliche Abfindung in Höhe von gut einem Monatsgehalt je Jahr der Betriebszugehörigkeit geeinigt.

Infineon hatte ursprünglich 0,3 Monatsgehälter geboten, die IG Metall drei Monatsgehälter gefordert.