Softwarefehler ließ CryoSat abstürzen
Ein Software-Fehler in der Oberstufe der russischen Startrakete hat Anfang Oktober zum Absturz des europäischen Klimaforschungssatelliten Cryosat geführt.
Das teilte die Europäische Weltraumorganisation ESA am Freitag in Paris unter Berufung auf den russischen Untersuchungsbericht zu dem Versagen der Startrakete mit.
Nach den Angaben hat das interne Flugkontrollsystem in der Breeze-Oberstufe der Rockot-Trägerrakete das notwendige Kommando nicht weitergegeben, die Triebwerke der zweiten Stufe abzustellen. Damit konnte sich die dritte Stufe mit dem Satelliten nicht lösen.
Fehlervermeidung für die Zukunft
Mit einer Reihe von Maßnahmen wollen die russischen Betreiber nun
sicherstellen, dass ein solcher Software-Fehler bei Rockot-Starts
künftig ausgeschlossen werden kann.
CryoSat stürzte ins PolarmeerDie Europäer hatten fünf Jahre lang an dem Cryosat-Projekt gearbeitet. Das 135 Millionen Euro teure Flugprogramm sollte Daten zum Verständnis des globalen Klimawandels sammeln. Die ESA hofft, bis 2008 einen neuen Klimaforschungssatelliten ins Weltall zu schicken.
