Canon entwickelt Brennstoffzellen
Nach japanischen Unternehmen wie NEC, Toshiba und Hitachi steigt nun auch Canon in das Geschäft mit Brennstoffzellen ein, das bis heute nicht richtig ins Rollen gekommen ist. Brennstoffzellen erhalten ihre Energie durch kontrollierte "Verbrennung" eines Brennstoffs.
Canon hat am Mittwoch Prototypen von Brennstoffzellen vorgestellt, die künftig konventionelle Akkus in seinen Druckern und Digitalkameras ersetzen sollen.
Viele Hersteller arbeiten an der Kommerzialisierung der alternativen Energiequellen, bisher ist es aber noch niemandem gelungen, entsprechende Produkte auf den Markt zu bringen.
Während die meisten Hersteller derzeit beim verwendeten Brennstoff auf Methanol setzen, setzt Canon auf die umfweltfreundlichere Variante Wasserstoff.
Wasserstoffbetriebene Brennstoffzellen [Polymerelektrolytmembran-Brennstoffzelle - PEFC] gelten auch als langlebiger als solche auf Methanol-Basis. Ein Prototyp von NTT DoCoMo soll eine Handy-Gesprächsdauer von neun Stunden ermöglichen.
Wasserstoff-Brennstoffzelle für das HandyVerschiedene Einsatzmöglichkeiten
Canon hat drei Prototypen entwickelt: Eine Variante ist relativ groß und für den Einsatz in Druckern gedacht, ein zweites Modell passt in eine Digitalkamera. Die kleinste der vorgestellten Brennstoffzellen misst 3 x 4 Zentimeter und könnte in kleineren portablen Geräten wie Handys und MP3-Playern verbaut werden.
Canon hat bisher noch keine Produkte mit Brennstoffzellen-Antrieb angekündigt. Das Nachfüllen des Brennstoffs will Canon in seinen Niederlassungen sowie in Fotogeschäften ermöglichen.
Die Serienreife von Brennstoffzellen hat sich bisher immer wieder verzögert, weil neben den herkömmlichen Hürden wie Baugröße und Kosten wichtige Rahmenbedingungen noch nicht stimmen. So steht etwa Methanol in vielen Ländern auf dem Index, weil es als giftig angesehen wird.
Serienreife von Brennstoffzellen verzögertCanon will selber produzieren
Herkömmliche Lithium-Ionen-Akkus stoßen leistungsmäßig bereits an ihr Limit. Aus diesem Grund versuchen die Hersteller alternative Energiequellen zu finden.
Canon will mit diesem Schritt aber auch Kosten einsparen. Das Unternehmen setzt darauf, mehr Schlüssel-Komponenten seiner Geräte selber zu produzieren.
So hat das Unternehmen etwa begonnen OLED-Displays zu entwickeln, die LC-Displays von anderen Zulieferern in den Digicams ersetzen sollen.
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