28.10.2005

651 MIO. USD

Schadenersatz für WorldCom-Investoren

Mehrere große US-Pensionsfonds haben sich im Rechtsstreit mit ehemaligen Investmentbanken des 2002 zusammengebrochenen Telekomkonzerns WorldCom [mittlerweile MCI] auf Schadensersatz in Millionenhöhe verständigt.

Es handle sich um einen Betrag von insgesamt mehr als 651 Mio. Dollar [537 Mio. Euro], teilte die mit den Verhandlungen betraute Anwaltskanzlei am Donnerstag mit.

Betroffen sind 65 Pensionsfonds - darunter der größte derartige Investor in den USA. Die Einigung erfolgte mit verschiedenen Investmentbanken, darunter CitiGroup und JP Morgan. Damit geht eines der letzten großen Verfahren im Zuge der WorldCom-Pleite zu Ende.

Die Pensionsfonds hatten Verluste durch den Kauf von Anleihen und Aktien von WorldCom zwischen 1998 und 2001 geltend gemacht, hieß es weiter.

Bilanzskandal bei WorldCom

Die Telefongesellschaft WorldCom war bis 2002 der zweitgrößte Anbieter von Fernverbindungen in den USA. In den Bilanzen von WorldCom waren Fehlbuchungen über elf Milliarden Dollar aufgedeckt worden. Durch den Zusammenbruch im Juli 2002 hatten viele Anleger ihr Geld verloren.