22.09.2005

RETOUR

WorldCom-Anleger erhalten 6,1 Mrd. Dollar

Hunderttausende Investoren, die wegen des Bilanzfälschungsskandals beim zusammengebrochenen US-Konzern WorldCom Geld verloren haben, erhalten insgesamt 6,1 Mrd. Dollar zurück.

Einer entsprechenden Vereinbarung stimmte am Mittwoch ein Gericht in New York zu. Richterin Denise Cote sprach von einer Vereinbarung "von historischen Ausmaßen".

Die Gelder teilen sich etwa 830.000 Personen und Institutionen, die zum Zeitpunkt des Zusammenbruchs von WorldCom im Jahr 2002 Aktien oder Anleihen des Telekommunikationskonzerns hielten.

Citigroup und JPMorgan zahlen Löwenanteil

Den Löwenanteil von 2,58 Mrd. Dollar und zwei Mrd. Dollar müssen die Citigroup Inc. beziehungsweise die JPMorgan Chase & Co. tragen. Nach Ansicht der Investoren hätten beide Gesellschaften von den Bilanzfälschungen bei WorldCom wissen müssen.

Der frühere WorldCom-Chef Bernard Ebbers wurde im Juli wegen schweren Betrugs zu 25 Jahren Haft verurteilt. Der 63-Jährige legte Berufung gegen das Urteil ein.

Ebbers war im April 2002 von seinem Chefposten bei WorldCom zurückgetreten, im Juli 2002 stellte das Unternehmen dann einen Insolvenzantrag. Es war die größte Firmenpleite in der US-Geschichte. Aus dem Zusammenbruch von WorldCom ging später das Unternehmen MCI Inc. hervor.