26.10.2005

SEIT MONTAG

Infineon-Streik geht weiter

In dem von der Schließung bedrohten Infineon-Werk in München-Perlach ist trotz erster Friedenssignale noch kein rasches Ende des seit Montag andauernden Streiks in Sicht.

"Wir stellen uns da auf einen sehr langen Zeitraum ein", sagte Bayerns IG-Metall-Chef Werner Neugebauer am Mittwoch in München. Am späteren Nachmittag hatten sich die Gewerkschaft und die Führung des Chip-Konzerns erstmals seit Streikbeginn zu Gesprächen getroffen.

Bei diesem ersten Krisengespräch hat es aber noch keinen Durchbruch gegeben. "Wir haben uns darauf verständigt, dass wir am Donnerstag weiter reden. Ein Ergebnis hat es nicht gegeben", sagte Metallarbeitgeber-Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt

Die IG Metall will mit dem Streik höhere Abfindungen und eine möglichst lang tätige Beschäftigungsgesellschaft durchsetzen.

Infineon will das Werk München-Perlach Anfang 2007 schließen. Seit Montag läuft der Streik. Durchschnittlich seien rund um die Uhr zwischen 400 und 600 Menschen vor den zehn Eingangstoren, sagte Streikführer Leppek.