Swisscom-Chef lobt staatliche Mehrheit
Swisscom-Chef Jens Alder sieht keinen Nachteil in der Aktienmehrheit des Schweizer Bundes am Telekommunikationskonzern.
Zwischen dem Anleger Bund und der Swisscom bestünden keine Probleme, sagte Alder gegenüber der "Mittelland Zeitung" [Samstag-Ausgabe]. Allerdings sei der Bundesanteil auf Grund des Aktienrückkaufs der Swisscom inzwischen auf 66 Prozent gestiegen, so dass die Angelegenheit eine politisch immer sensiblere Frage sei.
Bund bald über Meldeschwelle
Da die Swisscom weitere Titel zurückkaufen will, dürfte der Bund über die Meldeschwelle von zwei Dritteln kommen, sofern er nicht massiv verkauft.
Dass der Bund erwäge, die Aktienmehrheit abzugeben, habe wohl politische Gründe, sagte Alder. Der Bundesanteil an Swisscom sei der höchste Staatsanteil an einem europäischen Telekomunternehmen überhaupt. In Europa gebe es nur noch fünf oder sechs größere Telekom-Unternehmen, bei denen der Staat eine Mehrheit habe. "Der Bund muss sich deshalb die Frage stellen, ob man mit dem Trend geht oder nicht."
Große Loyalität der Schweizer
Laut Alder könnte die Bundesmehrheit aus unternehmerischer Sicht
als Vorteil betrachtet werden. "Möglicherweise profitieren wir
nämlich davon, dass die Schweizer Bevölkerung das Gefühl hat, das
Unternehmen gehöre ihr. Dadurch dürfte die Loyalität gegenüber der
Swisscom größer sein."
Swisscom sucht nach neuen Aufgaben
