Swisscom sucht nach neuen Aufgaben
Angesichts des schrumpfenden Kerngeschäfts will das Schweizer Telekom-Unternehmen Swisscom in verwandten Bereichen massiv wachsen, etwa im Geschäft mit Kundenkarten oder im Inkasso-Bereich.
Im Ausland sind TV- und Radio- Sendeanlagenbetreiber im Visier. Ein Einstieg bei der Telekom Austria war bekanntlich letztes Jahr im letzten Moment geplatzt.
"Wir verfolgen einen klaren Wachstumskurs", so der neue Chef der nicht zum angestammten Telekom-Geschäft gehörenden verwandten Bereiche, Jürg Rötheli. Die Accarda, welche aus der Zusammenlegung der Billag und der Billag Card Systems am 1. Juli entstand, sei bereits bei den Kundenkarten die Nummer eins in der Schweiz und solle weiter Gas geben.
"Wir haben die Mittel zu investieren", sagte Rötheli. Die Frage sei, ob die Gesellschaften erhältlich seien und die Kaufkriterien von Swisscom erfüllten.
Swisscom steigert HalbjahresgewinnExpansion nach Österreich
Zwar würden schon Großunternehmen wie Shell, Migrol, Esso, Manor, Möbel Pfister und Mediamarkt ihre Kundenkarten von Accarda betreuen lassen. Migros und Coop betreiben ihre Kundenkarten noch in eigener Regie.
"Wir möchten einen Großen holen", so Rötheli. Daneben werde die Expansion nach Deutschland und eventuell Österreich vorbereitet.
Auch in der Rechnungsstellung und Inkasso im Gesundheitswesen will Accarda auch akquisitorisch expandieren. Accarda habe gute Chancen, in den nächsten drei Jahren "Umsatz und hoffentlich auch Profitabilität" verdoppeln zu können, sagte Rötheli.
