Phishing erreicht neue Höchstmarke
Im August erreichte die gezählten Phishing-Websites mit über 5.200 Seiten eine neue Rekordmarke.
Laut der Anti Phishing Working Group [APWG] sinkt hingegen die Zahl der Spam-Mail-Kampagnen, die User auf Phishing-Sites locken sollen, kontinuierlich. Im August dieses Jahres wurden weltweit rund 13.700 Aktionen registriert.
Dieser Rückgang sei auf die Arbeit der Anti-Phishing-Netzwerke zurückzuführen, so das APWG. Die Online-Betrüger bräuchten nun mehrere Phishing-Server für eine geringere Anzahl an E-Mail-Kampagnen, so Peter Cassidy, Generalsekretär von APWG.
Bei typischen Attacken werden die User durch Spam-Mails auf eine Phishing-Website gelockt. Dort werden sie aufgefordert, Login-Daten, Usernamen und sensible Daten wie die Sozialversicherungsnummer einzugeben.
Trojaner bleiben die größte GefahrDauerlauf um den Technik-Vorsprung
Auch die Lebensdauer der Phishing-Sites sinkt. Im August war eine Website laut APWG durchschnittlich 5,5 Tage lang online, im Juli waren es noch 5,9 Tage. Man habe nun genügend Erfahrung mit Phishing, um schneller gegen die Sites vorgehen zu können, sagt Cassidy.
Allerdings könnte dies auch darauf zurückzuführen sein, dass die Angreifer nicht mehr Tage brauchen, um mit ihren E-Mails und Websites Erfolg zu haben. Zudem sind sie gar nicht auf großen Rummel aus, da sie und ihre Taktiken dadurch nur schneller erkannt werden würden.
Cassidy zeigt sich jedoch überzeugt davon, dass das "konventionelle Phishing" eines Tages unter Kontrolle gebracht werden kann. Allerdings, gibt er zu, schlafen auch die Phisher nicht und ihrerseits an ihrer Technik feilen und automatisierte Systeme weiterentwickeln. "Es ist ein Wettlauf um die schnellere Technik."
Laut APWG werden in den USA werden mehr Phishing-Sites betrieben als in sämtlichen anderen Ländern. Die beliebtesten Ziele sind Finanzdienstleistungsunternehmen, 84 Prozent der Attacken richten sich nach Angaben der APWG gegen sie.
Anti-Phishing Working Group
