10.10.2005

SPURENSUCHE

Rätsel um Microsofts "Einweg-DVD" gelüftet

Die britische Sonntagszeitung "The Business" präzisierte nun ihren Bericht über eine Einweg-DVD von Microsoft, der in der vergangenen Woche für einige Verwirrung gesorgt hatte.

Alistair Baker von Microsoft Großbritannien sagte gegenüber der Zeitung, dass der Software-Hersteller ein Digital Rights Management-System [DRM - Kopierschutz] für das hochauflösende Format HD DVD entwickle.

Damit könne festgelegt werden, wie oft eine DVD abgespielt werden kann: entweder einmal, über einen bestimmten Zeitraum oder unlimitiert.

Auch für den Jugendschutz will Microsoft etwas tun, so können bestimmte Filme etwa für Kinder gesperrt werden oder begrenzte Zeiträume definiert werden, in denen sich die Kinder die Filme anschauen können, so Baker.

Die "Macht" der Blogger

In der ersten Meldung hatte die Zeitung unter Berufung auf anonyme Quellen allerdings berichtet, dass Microsoft als Maßnahme gegen Raubkopien eine billige Einweg-DVD entwickle, die der Käufer nur einmal abspielen kann.

In der aktuellen Geschichte zieht derselbe Autor nun über einen namentlich genannten Blogger her, der seiner Meinung nach die erste Geschichte fälschlicherweise als Hoax abgetan hatten.

Diese "Do-it-yourself" Online-Journalisten, so seine Bezeichnung, hätten es vorgezogen, die Geschichte zu verunglimpfen und zu verspotten, während andere zu der Geschichte applaudiert hätten.

Die Zeitung habe nun schlechte Nachrichten für den Blogger und seine Anhänger: Microsoft habe die Geschichte bestätigt.