Wegwerf-DVDs durchgefallen
Eigentlich sollten Einweg-DVDs, die nur für eine begrenzte Zeit nach dem Öffnen abspielbar sind, durch den günstigen Kaufpreis eine Alternative zum klassischen Videotheken-Geschäft darstellen, da sie den Kunden das Retournieren der Scheiben ersparen.
Doch dieses anfangs bejubelte Konzept scheint nicht aufzugehen.
Nicht etwa weil Umweltschützer der neuen Abfallquelle den Garaus machten, sondern weil sich die "EZ-D" genannten Disks mit seit ihrer US-Markteinführung im September 2003 als hartnäckige Ladenhüter erweisen.
Die texanische Drogeriekette HEB hat nun reagiert und die Wegwerf-DVD aus dem Sortiment genommen.
Rückschlag für Disney
Als erstes großes Hollywood-Studio hat der Disney-Konzern etwa 30
Filme auf Wegwerf-DVDs getestet und in Handelsketten in vier
US-Bundesstaaten zum Kauf angeboten.
Disney testet Wegwerf-DVDSieben USD für eine 48-Stunden-DVD
"Die Wegwerf-DVD hat hat sich nicht als das Produkt erwiesen, das unsere Kunden haben wollten," so die HEB-Managerin Susan Ghertner.
Grund für die Kaufzurückhaltung dürfte in erster Linie der höhere Preis von sieben USD gegenüber DVD-Leihgebühren sein.
Qualitativ und in der Abspielbarkeit sollen die Einweg-Disks von Flexplay den herkömmlichen DVDs um nichts nachstehen.
Einziger Unterschied ist, dass sich durch den Kontakt mit Sauerstoff die Beschichtung der DVD von anfangs Rot nach 48 Stunden in Schwarz verfärbt bis es von dem Laser der Abspielgeräte nicht mehr gelesen werden kann.
Zweiter Anlauf im Promo-Bereich
Ob der jetzige Marktrückzug das endgültige Ende der Einweg-DVDs
ist oder ob sie sich zumindest im Werbe-Bereich für Film- oder
Musikneuvorstellungen weiter durchsetzen kann, muss sich erst
herausstellen.
DVDs mit Selbstzerstörungs-Mechanismus
