Ära Eisner bei Disney endgültig vorbei
Bei Walt Disney ist die Ära Michael Eisner endgültig Geschichte: Der langjährige Vorstandschef hat sich überraschend auch komplett aus dem Aufsichtsrat des Medien- und Unterhaltungskonzerns zurückgezogen, wie das Unternehmen am Donnerstag mitteilte.
Damit hat Eisner, der Ende September seinen Vorstandsvorsitz aufgab, alle Verbindungen zu dem Unternehmen gekappt, das er 21 Jahre lang geführt hatte.
Eisner war seit einem Misstrauensvotum der Aktionäre im vergangenen Herbst angeschlagen. Die Anteilseigner verweigerten ihm damals 45 Prozent ihrer Stimmen. Angeführt wurde die Revolte von den früheren Aufsichtsratsmitgliedern Stanley Gold und Roy Disney.
"Habgierig und seelenlos"
Der Neffe des Firmengründers Walt Disney hatte Eisner
vorgeworfen, das Unternehmen werde in der Öffentlichkeit als
"habgierig, seelenlos und stets auf der Suche nach dem schnellen
Dollar" wahrgenommen.
Streit um Disney-Führung geht weiterRobert Iger wird Nachfolger
Nachfolger Eisners als Vorstandschef ist der Verwaltungsratspräsident des Konzerns, Robert Iger, der beide Ämter in Personalunion ausübt. Iger hat nach Unternehmensangaben einen Fünfjahresvertrag unterschrieben, der ihm ein jährliches Festgehalt von zwei Millionen Dollar sichert.
Hinzu kommen, je nach Geschäftsentwicklung, ein Jahresbonus von mindestens 7,25 Mio. Dollar und eine Aktienprämie in Höhe von voraussichtlich acht Mio. Dollar jährlich.
