10.05.2005

NÄCHSTE RUNDE

Streit um Disney-Führung geht weiter

Im Streit um die Führung von Walt Disney haben zwei ehemalige Firmenmanager am Montag Klage gegen den US-Unterhaltungskonzern eingereicht.

Die Aktionäre und ehemaligen Direktoriumsmitglieder Roy Disney und Stanley Gold werfen dem Unternehmen der Klageschrift zufolge vor, bei der Suche nach einem Nachfolger für den langjährigen Firmenchef Michael Eisner falsche Angaben gemacht zu haben.

So seien sie selbst davon abgebracht worden, alternative Personalvorschläge zu machen, hieß es in der bei einem Gericht in Delaware eingereichten Klage. Obwohl der Konzern zugesichert habe, "unvoreingenommen" nach einem neuen CEO zu suchen, sei nur ein externer Kandidat in die engere Wahl gezogen worden.

Mitte März war Disney-Präsident Robert Iger zum Nachfolger des langjährigen Firmenchefs Eisner ernannt worden. Nach einem beispiellosen Aktionärsaufstand hatte das Disney-Management bereits die Macht Eisners beschnitten.

Eisner fungierte seither nur noch als CEO und musste sein Amt als Vorstandsvorsitzender [Chairman] abgeben. Einige Großaktionäre haben Eisner strategische Fehlentscheidungen vorgeworfen, die den Kurs der Disney-Aktie gedrückt hätten.