04.10.2005

EVOLUTION

Neue Aufgaben für optischen Speicher

Die Bedeutung der optischen Speichermedien verändert sich: In Zukunft werden sie nicht mehr der Distribution von Inhalten, sondern nur noch der Datensicherung dienen.

Optischer Speicher ist derzeit allgegenwärtig: als Audio-CD und als Video-DVD sowie als Transportmedium [beschreibbare CDs und DVDs]. Demnächst kommen neue Formate auf den Markt, die sich um den Titel als DVD-Nachfolger streiten und 30 bzw. 50 Gigabyte fassen.

Dann ist aber Schluss mit der Allgegenwart des optischen Speichers, sind sich Experten einig. Die Distribution von Audio, Video und Daten wird online erfolgen, die optischen Speichermedien bekommen eine Nischenrolle als Back-up-Medium zugewiesen.

USB-Sticks und Festplatten gewinnen

Auch bei der Weitergabe von Daten - wie es derzeit mit beschreibbaren CDs und DVDs passiert - verlieren optische Speichermedien an Bedeutung.

USB-Sticks mit Speicherkapazitäten von einem Gigabyte sind bereits für weniger als 50 Euro zu haben, Tendenz stark fallend. In wenigen Jahren werden für diesen Preis 16-Gigabyte-Sticks erhältlich sein, prognostizieren einschlägige Studien.

Auch bei kleinen Festplatten zeigt die Evolutionskurve steil nach oben. Mini-Festplatten mit 80 Gigabyte kommen derzeit auf den Markt und werden in MP3-Player, mobile Speicher und Videokameras eingebaut.

Optische Speicher als Back-up-Medien

Was nun optischen Speichermedien bleibt, ist die Rolle als Back-up-Medium. In fünf Jahren werden laut Experten Festplatten Kapazitäten von drei bis vier Terabyte erreicht haben - was entsprechend umfassende Back-up-Lösungen verlangt.

Sogar ein Comeback der Kassetten wird wieder diskutiert, bereits derzeit werden für Server-Back-ups Bänder mit einer Kapazität von 400 Gigabyte eingesetzt.