IT-Schwergewichte unterstützen HD DVD
Im Kampf um den Standard der neuen DVD-Generation haben sich Microsoft und Intel nun auf die Seite der "HD DVD" geschlagen.
Der Standard wurde von Toshiba entwickelt, zu den Befürwortern zählen auch NEC und Hollywood-Studios wie Paramount und Universal. Mit der HD DVD konkurriert das Format Blu-ray, hinter dem Firmen wie Sony, Panasonic und Apple und Filmstudios wie Walt Disney und Twentieth Century Fox stehen.
HD DVD habe größere Chancen, sich durchzusetzen, begründeten die Branchen-Schwergewichte ihren Schritt. Die Technologie sei kompatibler zu den herkömmlichen DVDs. Die Speichermedien könnten zudem billiger produziert werden.
Alle Infos zu HD DVD bei WikipediaMehr Speicherplatz für hochauflösende Filme
Die HD DVD hat nach heutigem Stand ein Speichervermögen von 15
Gigabyte pro Layer, die Blu-ray-Disc von 27 Gigabyte pro Schicht.
Versuche, einen Konkurrenzkampf der Formate zu vermeiden und die
beiden Standards zu vereinen, sind bisher gescheitert.
Keine Einigung bei DVD-NachfolgerVista wird HD DVD unterstützen
Das kommende Betriebssystem Windows Vista werde exklusiv das HD-DVD-Format unterstützen, so Microsofts Vizepräsident Blair Westlake. Will der Benutzer Blu-ray-Discs nutzen, muss er zusätzliche Software installieren.
Die Verquickung von Microsoft und dem HD-DVD-Lager besteht schon länger, da der Softwarekonzern bereits mit Warner Brothers bei den Video-Codes für die nächste DVD-Generation zusammenarbeitet.
Analysten werten die Entscheidung von Microsoft und Intel als wichtigen Erfolg für HD DVD, da beide Unternehmen eine dominierende Position auf ihren jeweiligen Märkten innehaben. Beide Konzerne liefern Technologie für neun von zehn verkauften Computern weltweit.
Erste Geräte nur in Japan
Toshiba hat nun auch den ersten PC, der HD-DVD-Scheiben lesen
kann, für Anfang 2006 in Japan angekündigt. Ein Termin für die
Markteinführung in anderen Ländern stehe noch nicht fest.
Toshiba verzögert HD-DVD-GeräteBlu-ray weiter siegessicher
Im Lager der Blu-ray-Verfechter gibt man sich unterdessen unbeeindruckt.
Microsofts Ankündigung würde nichts am Vormarsch von Blu-ray ändern, so Blu-ray-Sprecher Josh Peterson. Man hätte mehr Hersteller im Boot, die Blu-ray den Rücken stärken, und auch viele Filmstudios würden zum Sony-Format tendieren.
