24.09.2005

STUDIE

Zu viel Fernsehen schlecht für Schulleistung

Hoher Medienkonsum verschlechtert laut einer Studie die Schulleistungen von Kindern. Das ist das Ergebnis einer Untersuchung des Kriminologischen Forschungsinstituts Niedersachsen [KFN], berichtet "Der Spiegel".

Die Forscher kamen zu dem Schluss: Je mehr Zeit der Nachwuchs vor dem Fernseher oder der PlayStation verbringt, desto schlechter sind die Noten.

Die Studie zeigt, dass Mädchen von der Medienablenkung generell weniger gefährdet sind als Burschen. Denn nur jedes dritte Mädchen hat einen eigenen Fernseher im Zimmer, aber fast jeder zweite Bub. Eine Spielkonsole besitzen knapp 40 Prozent der Buben, aber nur 16 Prozent der Mädchen.

"Macht dick, dumm, krank und traurig"

Hinzu komme, dass Kinder mit eigenen Unterhaltungsgeräten viel häufiger verbotene Sendungen oder Spiele mit hohem Gewaltanteil sehen, was die Lernfähigkeit ebenfalls senke.

Pfeiffer: "Ein Übermaß an Medienkonsum macht dick, dumm, krank und traurig."

Laut KFN-Chef Christian Pfeiffer liefert der unterschiedliche Medienkonsum auch einen Erklärungsansatz dafür, dass der Süden Deutschlands in der Pisa-Studie besser abschneidet als der Norden. Während beispielsweise in Dortmund mehr als die Hälfte der Kinder im eigenen Zimer fernsieht, ist es in München nach der Untersuchung nur ein Fünftel.