05.07.2005

STUDIE

Computer-Kids sind besser in der Schule

Kinder mit einem Fernsehgerät in ihrem Zimmer haben durchschnittlich schlechtere Noten als Gleichaltrige ohne eigenen TV-Anschluss. Das berichten US-Forscher in dem Fachjournal "Archives of Pediatric and Adolescent Medicine" vom Montag.

Dagegen wirkte sich ein eigener PC in der Studie mit rund 400 Drittklässlern aus Schulen in Nordkalifornien überaus positiv auf die schulischen Leistungen aus. Die mit Abstand besten Testergebnisse erzielten Kinder mit Computer, aber ohne Fernseher in ihrem Zimmer.

Das Team um Dina Borzekowski von der John Hopkins Universität in Baltimore fand die nachteiligen Auswirkungen des Fernsehens in allen Lernkategorien reflektiert: Mathematik, Lesen und Unterricht in der Muttersprache Englisch.

Eigener PC erhöht Testwerte

In landesweit standardisierten Tests, denen alle Schüler in den USA ein Mal im Jahr unterzogen werden, rangierten Kinder mit TV im Zimmer in Mathematik, Grammatik und Sprachgebrauch acht Punkte unter dem Durchschnitt und im Lesen sieben Punkte darunter.

Ein eigener PC erhöhte die Testwerte bei den Drittklässlern um sechs Punkte über dem Durchschnitt in Mathematik und Englisch und um vier Punkte im Lesen. Die höchstmögliche Zahl der Tests lag immer über 100.

Eine Erklärung für das Ergebnis haben die Autoren nicht. Der positive Effekt von Computern könnte ihrer Meinung nach unter anderem auch von Computerspielen kommen, die Wissen hinterfragen und die Reaktionsfähigkeit fördern.